Deutschland evaluiert den GlüStV 2021 vor der Frist 2026
Hugo Hansen · Aug 15, 2026

Deutschland evaluiert den GlüStV 2021 vor der Frist 2026

Deutschland führt derzeit eine formale Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 durch, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, und zwar im Vorfeld der Deadline am 31. Dezember 2026, während Behörden und Beteiligte die Auswirkungen der bestehenden Regelungen prüfen.
Hintergründe der Überprüfung
Der Vertrag regelt unter anderem Online-Glücksspielprodukte wie virtuelle Slots sowie Online-Casino-Spiele einschließlich Roulette und sieht Einsatzlimits von einem Euro, verpflichtende Verzögerungen sowie Einzahlungsobergrenzen vor, die nach Angaben von Beobachtern die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Offshore-Anbietern beeinträchtigen, sodass die Kanalisierungsrate bei etwa 77 Prozent liegt und die Aufsicht bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder GGL erfolgt.
Die 16 Bundesländer sowie Branchenverbände liefern Beiträge zu dieser Bewertung, die auf Daten und Berichte zurückgreift, um festzustellen, wie die aktuellen Vorgaben den Markt beeinflussen und welche Anpassungen bis Ende 2026 erforderlich sein könnten.
Regulatorische Rahmenbedingungen im Detail
Experten der beteiligten Stellen analysieren die Einschränkungen bei Stake-Limits, die vorgeschriebenen Pausen zwischen Spielen und die Deckelung von Einzahlungen, während sie gleichzeitig die Entwicklung der Kanalisierungsquote verfolgen, die derzeit bei rund 77 Prozent angesiedelt ist, und dabei die Aufsichtsfunktion der GGL berücksichtigen, die mit den Ländern zusammenarbeitet.
Aktueller Stand der Evaluierung im August 2026
Im August 2026 laufen die Vorbereitungen auf die abschließende Prüfung, wobei Vertreter der Bundesländer und der GGL Daten zu Wettbewerbsbedingungen sammeln und mit Branchenvertretern austauschen, um festzustellen, inwieweit die Regeln des GlüStV 2021 den Zugang zu legalen Angeboten steuern und Offshore-Plattformen entgegenwirken.

Die Bewertung konzentriert sich darauf, wie die genannten Limitierungen die Attraktivität regulierter Plattformen beeinflussen, während gleichzeitig Statistiken zur Kanalisierungsrate herangezogen werden, die auf aktuelle Datenquellen verweisen und die Rolle der GGL als zentrale Aufsichtsinstanz hervorheben.
Beteiligung der Bundesländer und der Industrie
Alle 16 Länder tragen durch Stellungnahmen und Datenlieferungen zur Evaluierung bei, während Industriegruppen technische und marktwirtschaftliche Aspekte einbringen, sodass die gemeinsame Arbeit der GGL mit diesen Akteuren einen umfassenden Überblick über die Wirkungen der Stake-Limits, Verzögerungsmechanismen und Einzahlungsgrenzen ermöglicht.
Die Prüfung berücksichtigt dabei, wie diese Maßnahmen die Kanalisierungsrate von etwa 77 Prozent beeinflussen und ob Anpassungen notwendig werden, um die Position legaler Anbieter gegenüber ausländischen Wettbewerbern zu stärken.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Bis zur Deadline Ende 2026 werden die Ergebnisse der Evaluierung vorliegen, wobei die GGL und die Länder weiterhin Daten zu den regulatorischen Effekten sammeln und analysieren, um auf dieser Grundlage mögliche Änderungen am GlüStV 2021 vorzubereiten und die Kanalisierungsquote langfristig zu stabilisieren.